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Parks und Gärten

Das Naturschutzgebiet Von Madeira

Für den Naturschutzpark der Autonomen Region Madeira wurden Verwaltungsnormen aufgestellt, die seinen Fortbestand garantieren und damit seine bedeutende Rolle zur Erhaltung des Bodens als Wasserspeicher garantieren und zum Schutz der Naturlandschaft beitragen sollen.

In diesem Sinne haben die örtlichen Behörden und die Dienststellen der Regionalregierung im Laufe der Jahre im Hinblick auf die Aufteilung und Instandhaltung des Geländes Übereinkünfte getroffen und somit den Naturschutzpark Madeira geschaffen, der die Inseln Madeira, Porto Santo, Desertas und Selvagens umfasst.

Auf der Madeira umfasst der natürliche Waldbestand eine ausgedehnte Fläche mit heimischer Flora, den sogenannten Laurazeenwald, der allen Archipelen Makaronesiens gemein ist – Madeira, Kanarische Inseln, Azoren und Kapverdische Inseln.

Da der Laurazeenwald auf Madeira dank seiner Ausdehnung und der Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen den größten Anteil ausmacht, wurde er kürzlich als Weltkulturerbe der UNESCO registriert. Schon vorher war er als biogenetisches Reservat vom Europäischen Rat klassifiziert worden und ist im Netz Natur 2000 vermerkt.

Es handelt sich um einen weltweit einzigartigen Urwald, da diese Vegetation durch die Eiszeit im Tertiär zu Ende des Miozäns aus Südeuropa, dem mediterranen Raum und aus Nordafrika verschwand. Die Verschmelzung der Gletscher und die sich daraus ergebenden klimatischen Veränderungen waren dank des moderaten Einflusses des Meeres auf diesen isolierten atlantischen Inseln weniger spürbar.

Der Naturpark Madeira besteht aus verschiedenen Reservaten, die den internationalen Normen entsprechen, die je nach Erhaltungswert oder Zielsetzung definiert sind: Somit gibt es Teilreservate, geologische Reservate der Höhenlage, Reservate zur Erholung und zur Entspannung und die abgegrenzten Naturreservate, die einem vollständigen Schutz unterliegen.

Innerhalb dieser biophysischen Einordnung befinden sich außerdem Bereiche zur Schafzucht für die Bergbewohner sowie die Bereiche zur Freizeitgestaltung der Bevölkerung.

Die ländlichen Gebiete, wo die Landschaft, die Architektur der Bauwerk, die Lebensgewohnheiten der Bevölkerung, ihre Sitten und Bräuche für erhaltenswert erachtet werden, sind ebenfalls in den Landschaftsschutz einbezogen.

Somit kann der Besucher, der diesen Naturpark kennen lernen möchte, Wanderungen von beachtlicher Länge durch den üppigen Urwald unternehmen, vorbei an majestätischen Wasserfällen, die aus der Höhe der Berge herabstürzen. Hier sind auch zahlreiche, heimische Vögel anzutreffen, die fast alle als madeirenser Unterarten einzustufen sind. Wenn Sie das Glück haben, dass Sie sich im Frühling oder Sommer auf Madeira aufhalten, können Sie auf Ihren Wanderungen eine große Vielfalt heimischer Blumen antreffen, die sich zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt ihrer Blüte befinden, und Sie können überdies seltene endemische Blumen betrachten, wie die Orchideen, der Isoplexis (Madeira-Fingerhut), die Geranien, die Farne und viele andere. Das Gebirge bietet eindrucksvolle Panoramablicke mit hohen Gipfeln und tiefen Tälern.

Neben all dem besitzt die Region auch Unterwasserreservate zum Schutz der vielfältigen Meeresflora und -fauna in den Küstenbereichen und Reservate zum Schutz der Nistplätze für Zugvögel.

Parque Florestal von Ribeiro Frio

Ca. 17 km von Funchal entfernt, linkerhand von Ribeiro Frio gelegen, befindet sich die Forstwache von Ribeiro Frio in einer Höhe von 860 m und inmitten des endemischen Laurazeenwaldes (Laurisilva). Hier schafft das klare, kalte und sauerstoffhaltige Wasser optimale Bedingungen für die Forellenzucht. Sie wird hauptsächlich betrieben, um die jungen Forellen in die Bäche Madeiras wiedereinzusetzen, wenngleich auch Interessenten, sei es zur kulinarischen Verwendung, sei es zur Aufstockung der Forellenkultur, beliefert werden.

Im Januar ist die Laichzeit der Zuchtforellen. Die Fischeier werden zum Bebrüten in fliessendes kaltes Wasser (7 °C) gegeben, worauf 40 bis 45 Tage danach die jungen Forellen (alevins) ausschlüpfen.

Die Forstwache ist umgeben von herrlichen Anlagen, wo man die ursprüngliche Pflanzenwelt Madeiras und den auf dieser Insel urtümlichen Wald bewundern kann. Hier wachsen auch viele endemische Pflanzen, wovon einige sehr selten vorkommen, sowie auch viele der wunderbaren Blumen, die es ausschliesslich auf Madeira gibt.

Neben dem Aspekt ihrer Eigenart, den Wald und Natur hier bieten, ist das touristische Interesse offenkundig, da dieses Gebiet einen Kreuzungspunkt mehrerer Wanderwege bildet. Von hier aus kann man die “Balcões” aufsuchen, die einen herrlichen Ausblick gewähren. Man erblickt das tiefe Tal des Ribeira do Faial, das zu dem beeindruckend strengen Zentralmassiv in Kontrast steht, das wie ein aus Felsen gehauenes Amphitheater wirkt. Aus ihm erhebt sich der höchste Punkt der Insel, der Pico Ruivo. Entscheidet man sich, die entgegengesetzte Richtung dieses Weges einzuschlagen, bedeutet dies eine unvergessliche Wanderung durch den einheimischen Wald entlang der Levada nach Portela, wo sich überraschende Ausblicke offenbaren, jeder für sich beeindruckend. Des weiteren kann man sich für den Aufstieg zur Hochebene Chão das Feteiras entscheiden, die sich in der Nähe von Poiso befindet und eine für Madeira ungewöhnliche Landschaft bietet.