Forts und Festungen
Nach dem französischen Seeräuberangriff von 1566 stark befestigt, wurde Funchal danach auf königliche Verordnung von 1572 von Mauern umgeben, die bis zum 19 Jahrhundert erhalten blieben.
Von den zwölf Befestigungen, die die Stadt besass, sind infolge von Verwitterung, der sie ausgesetzt waren, und des angeschwemmten Erdreichs im Jahre 1803, welches teilweise die Stadt zerstörte, wenige verblieben.
Festung oder Palast von S.Lourenço
Der Palast von São Lourenço ist im Laufe der Zeit immer wieder in Bau genommen und erweitert worden. Der zinnenbewehrte Turm, der sich auf der Ostseite erhebt, stammt aus der sogenannten “manuelinischen” Epoche (erste Hälfte des 15. Jahrhunderts) und prunkt noch heute mit dem in Stein gehauenen Wahrzeichen des glücklichen Königs.
Die drei nach Norden gerichteten Bollwerke wurden in der “philippinischen” Periode errichtet. Die Südfassade wurde im 18. Jahrhundert umgestaltet, und der heutige Aufriss, vereinheitlicht und palastartig, wurde im 19. Jahrhundert konstruiert.
Der Palast war zuerst der Wohnsitz der ersten Seefaher, dann die Residenz der Gouverneure (1581-1640), der Kapitäne (1640-1834), der Zivilgouverneure und ist heute der Wohnsitz des Ministers der Republik und des Militärkommandanten von Madeira.
Das Fort São Tiago
Laut der Aufschrift auf dem ursprünglichen Tor soll 1614 mit seinem Bau begonnen worden sein. Die kleine Festung mit drei Batterieanordnungen wurde während des 18. Jahrhunderts erweitert, der Originalkern blieb jedoch erhalten. Sie steht ganz im Osten der Stadt, am Meer und bildet zugleich den Abschluss der Altstadt. In diesen Räumlichkeiten ist die Einrichtung des zukünftigen Militärmuseums vorgesehen.
Die Festung do Pico
Sie wurde als Abschluss der westlichen Stadtmauer erbaut. Bereits 1611 war sie ein Fort, um das Jahr 1640 wurde sie schliesslich fertiggestellt.
Das Fort Ilhéu da Pontinha
Seine Errichtung dürfte um die Mitte des 17. Jh. begonnen und gegen Ende desselben Jahrhunderts abgeschlossen worden sein. Gebaut als Anrufung von “Nossa Senhora da Conceição” (Jungfrau Maria), befindet sie sich heute innerhalb der Mole und des Kais. Dennoch trägt es immer noch den Namen “Ilhéu (Insel) da Pontinha”, was es längst nicht mehr ist.
Das Denkmal João Gonçalves Zarco
Es wurde an der Ecke Avenida Manuel de Arriaga / Avenida Zarco errichtet. Die Arbeit wurde 1927 von dem madeirensischen Bildhauer Francisco Franco ausgeführt.