Das Museum des Rathauses (Museu da Câmara Municipal)
Dieses Museum wurde am 21. August 1986 gegründet, und man findet darin Spuren der Geschichte, Kultur und Tradition Madeiras, es birgt folglich 500 Jahre seiner Geschichte. Alle Ausstellungsstücke sind chronologisch geordnet, beginnend im Jahr 1419, dem Jahr der Entdeckung Madeiras, bis heute.
Das Museum beherbergt sehr alte Gemälde, unter ihnen drei Bilder des berühmten deutschen Malers Andreo Picken, verschiedene bei Ausgrabungen gefundene Stücke, einige wenige Skulpturen, die Flagge und das Wappen Funchals, sehr alte Briefe, von denen sich vor allem das königliche Schreiben von D. Manuel abhebt, in dem er Funchal zur Stadt erklärt. Schliesslich kann man hier auch die über 100 Jahre alte Statue des Schutzpatrons der Stadt bewundern.
Es gibt auch Objekte, die der königlichen Familie des Königs D. Carlos gehörten, wie z.B. Münzen und Siegel. Ein weiterer Bestandteil des Museums ist eine Ausstellung von alten blau-weissen Kacheln (“azulejos”), die nach Jahrhunderten angeordnet sind, und eine Vitrine, die die Backformen zur Herstellung des Zuckerbrotes enthält, auf denen alle fünf Wappen zu sehen waren.
Das Museum ist werktags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet.
Das Madeirawein-Museum (Museu do Vinho da Madeira)
Wer das Madeirawein-Museum in Funchal besucht, in der Rua 5 de Outubro 78, in der sich auch das Madeiraweininstitut befindet, wird beeindruckt sein von den hier ausgestellten Utensilien und Gegenständen. Durch sie wird man verstehen, welch grosse Bedeutung der Wein in der Geschichte und Kultur Madeiras hatte. Das zusammengestellte Material erlaubt es dem Besucher, sich in das Funchal des vergangenen Jahrhunderts zurückzuversetzen. So ist der Transport des Weins in “Corsas” dargestellt, das Verladen der Fässer (was man heute nicht mehr sehen kann), die unendliche Schlange der Träger von Porto da Cruz sowie das Pressen in einer der traditionellen Madeirenser Keltern und viele andere Erinnerungen. Diese Materialien, deren Zusammenstellung mühsam war und viel Zeit in Anspruch nahm, sind nach dem Weinzyklus geordnet und nach den verschiedenen Arbeitsphasen gruppiert: das Beschneiden und Spritzen, dann die Ernte mit den Körben, das Keltern und die Weinschläuche, die Fassbinderarbeiten, die begleitenden Laboratoriumsarbeiten mit Pipetten, Senkwaagen und Alkoholmessern und schiesslich die Vertriebsphase mit Vorrichtungen zum Filtern, Abfüllen, Verkorken, Versiegeln und Etikettieren.
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9.30 bis 12 Uhr und von 14.30 bis 17 Uhr
Die Weinkeller von São Francisco
Im alten Konvent des Frankiskaner-Ordens, gelegen im Zentrum Funchals, kann man heute noch die ältesten, in ihrer ursprünglichen Form erhaltenen Weinkeller besichtigen. Auch hier kann sich der Besucher während der Führung in die einzigartige Geschichte dieser Jahrhundertweine zurückversetzen.
Ergänzt wird der Besuch durch einen audiovisuellen Vortrag über die “Geschichte des Madeiraweins”, verfügbar in sechs verschiedenen Sprachen und vorgeführt in einem entsprechend ausgestatteten Raum.
In den Lagern, wo die Weine reifen, sind die Fässer zu sehen, Tonnen und Kübel aus Eichenholz, Mahagoni oder Cetim, hergestellt in eigenen Fassbindereien. Hier warten ungezählte Liter von Wein auf ihre Reife, um dann abgefüllt und schliesslich entsprechend genossen zu werden.
Im kürzlich verschönerten Museum der Gesellschaft sind Briefe, Dokumente und Bücher ausgestellt sowie Utensilien und Geräte vergangener Epochen, die die lange Tradition der Weinkeller lebendig halten.
Der Besuch endet in der “Probier- und Verkaufsbar” mit einer Weinprobe ausgewählter Marken, wie Blandy, Leacock, Rutherford, & Miles, Cossart, Luís Gomes und anderen. Die angenehme Atmosphäre wird bereichert durch Gemälde zum Thema Wein von dem angesehenen deutschen Maler Max Romer, der von 1922 bis 1960 hier auf der Insel lebte.
Führungen werden zweimal täglich von einem ausgebildeten Reiseleiter in Portugiesisch, Englisch und Französich angeboten, montags bis freitags, 10.30 Uhr und 15.30 Uhr.