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Das Photographiemuseum “Vicentes”

Das erste Fotostudio in Portugal wurde von Vicente Gomes da Silva eröffnet, dessen erste fotografische Erfahrungen nach der Verfahrensweise von Daguerre auf das Jahr 1848 zurückgehen. Er begann seine Laufbahn als Berufsfotograf im Jahre 1852.

Von dieser fotografischen Tätigkeit, die von vier Generationen von Fotografen ausgeübt wurde, besitzt das Museum ausser dem Originalstudio noch Bühnenbilder, Möbel, Apparate und einen bedeutenden Nachlass von archivierten Glasklischees, der zur Zeit etwa 380.000 Negative umfasst.

Heute steht das Photographiemuseum “Vicente” der Öffentlichkeit für Besuche mit Führungen zur Verfügung.

Das Stadtmuseum von Funchal mit Aquarium - (Museu Municipal do Funchal e Aquário)

Dieses naturgeschichtliche Museum befindet sich im Palast von São Pedro, einem sehr grosszügig angelegten und reich ausgestatteten Gebäude in Funchal. Es wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut.

Im Aquarium ist eine ständige Ausstellung eines repräsentativen Teils der um Madeira verbreiteten Meeresfauna zu sehen. Das Museum, das eine wertvolle Austellung der Fauna, Flora und Geologie des Archipels enthält, betreibt ausserdem bedeutende wissenschaftliche Forschungsarbeiten im Gebiet Makaronesiens und gibt zwei weitverbreitete wissenschaftliche Publikationen heraus.

“Museumshaus” Frederico de Freitas

Eingeweiht im Jahre 1988, befindet sich dieses Museum in dem Haus, wo der Jurist und Sammler Dr. Frederico Augusto da Cunha Freitas einst lebte. Das Gebäude wurde wahrscheinlich vor dem 18. Jahrhundert erbaut und befindet sich in der “Calçada de Santa Clara” neben der Kirche von São Pedro. Dieses “Museumshaus” beherbergt eine bemerkenswerte und wertvolle Kunstsammlung, die der Autonomen Region Madeira testamentarisch vermacht wurde, einige Tage nach dem Tod des Rechtsanwalts und Notars am 26. November 1878. Seine grosszügig angelegten Räume präsentieren eine umfangreiche Ausstellung von Kacheln, Keramiken, Möbeln, religiösen Skulpturen, antiken Stichen von Madeira, Krügen und vielen anderen wertvollen Stücken.

Im Saal der Kacheln (“azulejos”), einer seltenen Sammlung von unschätzbarem Wert, welcher die besondere Hingabe Freitas’ galt, finden sich Stücke persischer, türkischer und spanisch-maurischer Herkunft, welche die holländischen und portugiesischen Exemplare der dekorativen Kunst des 13. – 19. Jahrhunderts in noch grösserem Glanz erstrahlen lassen.

Unter den Keramiken sind europäische und orientalische Stücke zu unterscheiden, aus Porzellan, Ton oder Steingut sowie eine vielfältige Zusammenstellung von Stücken aus Metall mit Herkunft aus China und Nordafrika.

Zu den bedeutendsten Sammlungen dieses Museums gehören die religiösen Skulpturen mit besonders seltenen Werken, wie die indischen und ceylonesisch-portugiesischen Marienbildnisse aus dem 17. Jahrhundert, die guten Hirten von Goa und andere Werke aus dem Mittelalter und der Renaissance. Ebenso verdienen hölzerne Stücke aus dem 17. und 18. Jahrhundert Beachtung.

Aus etwa 2.000 Gegenständen besteht die kuriose Sammlung von Bechern, Milchkannen und Krügen usw., der die besondere Liebe des Sammlers galt.

Die “Casa da Calçada” (Haus der gepflasterten Strasse), wie der Wohnsitz des Dr. Frederico de Freitas genannt wurde, verschafft dem Besucher eine unvergessliche Reise in die Welt der Kunst und Kultur der letzten Jahrhunderte.