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Die Stadt Funchal

Besonders ist hervorzuheben, dass sowohl die alte Stadt des Zuckers als auch das Funchal aus der Epoche des Weines deutlich portugiesisch inspiriert war. Das geht aus den bestimmten Eigenschaften hervor und einigen örtlichen Gegebenheiten, vor allem aus den neuen auf der Insel vorgefundenen Materialien wie Holz und Basaltstein. Bleibt noch zur erwähnen, dass Madeira annähernd 290.000 Einwohner hat, von denen mehr als ein Drittel allein in Funchal lebt.

Die Alstadt - Historisches Zentrum Santa Maria

Nach der Entdeckung des Madeira-Archipels 1419 beginnt die eigentliche Besiedlung der Insel Madeira im Jahre 1425.

Den ersten Kern der Stadt Funchal bildet Santa Maria, das sich von der Kirche Santa Maria bis zum Calhau am gleichnamigen Fluss erstreckt. Das Zentrum erstreckt sich am Meer entlang, und die erste besiedelte Straße endet am Kap “do Calhau”, wo die kleine Kapelle der Fischer, die Kapelle “Corpo Santo” errichtet wurde.

Einige der Nebenstraßen kreuzen diese Hauptstraße und stellen somit Verbindungswege zwischen den landwirtschaftlichen Anbaugebieten und dem Meer her. Somit folgt man dem mittelalterlichen Modell, wo die Kirche und der angrenzende Platz an dieser Hauptstraße den wirtschaftlichen und sozialen Mittelpunkt bilden.

Die ersten Einwohner der Siedlung fertigten größtenteils Kunsthandwerk der unterschiedlichsten Art an. Ihre Häuser waren einstöckig und mit einem Rieddach versehen.

Im Laufe der Zeit erhielten die Häuser ein weiteres Stockwerk, und schon 1477 wurde in der Rua do Boa Viagem ein Gebäude für karitative Zwecke errichtet, dessen Fensterbalken aus hiesigem, behauenem Stein ein charakteristisches Element der Manueline im üppigsten Stil darstellen, wie er uns bis heute erhalten ist.

Aus dieser Epoche des historischen Zentrums von Santa Maria ist die städtischen Linienführung, die Kapelle Corpo Santo und eine kleine Tür im Stil der Manueline erhalten.

Die Stadt entwickelte sich weiter nach Westen, wo sich die reichen Zuckerhändler niederlassen sollten, und das Zentrum verlagerte sich zur Kathedrale da Sé.

Der Ausbau der Bausubstanz von Santa Maria findet zwischen dem 17. und 18.Jahrhundert statt.

Die Befestigungsanlagen aufgrund der zunehmenden Angriffe der Korsaren und der türkischen und maurischen Piraten kennzeichnen die Architektur der Stadt.

In Bereich von Santa Maria erstreckte sich die Schutzmauer am Meer entlang, von der Flussmündung bis zur Festung São Pedro und weiter bis zur Festung São Tiago. Das letzte Teilstück der Mauer mit dem Caminho da Guarda bildet noch heute die Linienführung der kleinen, anliegenden Häuser. Die unter Denkmalschutz stehende Häusergruppe besteht aus Gebäuden geringen Ausmaßes, jedoch verfügen sie über einen großen Reichtum auf kleinem Raum, ergänzt durch viele kleine architektonische Details, wie die dreifachen Fallfenster, die Öfen, die Balkone oder die mit behauenem Stein umrandeten Veranden.

Das 19. und 20. Jahrhundert sollte diesen Bereich noch weiter isolieren. So gab es verschiede Pläne, einen großen Teil dieser Siedlung abzureißen. Einige der öffentlichen Gebäude, wie das Gymnasium und der Markt, waren davon betroffen. Doch schließlich kommt es zu einem großen Zustrom der Bevölkerung in diesem Bereich sowie zu einer Zunahme kleiner Geschäfte um den Markt herum. Die geringe wirtschaftliche Anziehungskraft dieser Zone führt allerdings zum Verfall der Gebäude.

Ende der siebziger Jahre entstand ein kleines Zentrum mit Bars und Restaurants rund um die Kapelle Corpo Santo, das sich zum Anziehungspunkt für die Bevölkerung entwickelte. Die Altstadt wurde einige Jahre lang zur Mode, um dann erneut von anderen, zentraleren Lokalitäten abgelöst zu werden. Inzwischen war sie jedoch so bekannt geworden, dass dies zu ihrer Erhaltung beitrug.

Die Zone wurde per Gesetzerlass Nr. 21/86M als erhaltenswertes Gut der Region eingestuft, und die technische Verwaltung der Altstadt wurde dort in einem restaurierten Gebäude eingerichtet. Sie dient als Institution zur Unterstützung im Rahmen der Städteplanung sowie zur sozialen und kulturellen Entwicklung.